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Neubau am Therapiezentrum kommt gut voran

Dass aus dem geplanten Spatenstich-Termin eine Grundsteinlegung wurde, hat niemand gestört. Ganz im Gegenteil: Die Arbeiten am Neubau des Therapiezentrums Burgau sind so weit fortgeschritten, dass es für einen solchen symbolischen Startschuss viel zu spät gewesen wäre. Denn die Bodenplatte war bereits fertig, ebenso der erste Teil der Wände des Untergeschosses. Das 21-Millionen-Euro-Projekt, das anstelle des alten Burgauer Krankenhauses errichtet wird, kommt gut voran.

In den Grundstein für den Neubau wurde eine Zeitkapsel mit diversen Erinnerungsstücken gesteckt: der staatliche Förderbescheid, eine Liste der Teilnehmer, ein Überblick über die Historie der Einrichtung, Münzen, ein Bild, das ein sechsjähriger Patient kurz zuvor gemalt hatte, sowie die aktuelle Ausgabe der Günzburger Zeitung vom 4. Oktober 2018. Daneben wurden noch Baupläne und ein Meterstab platziert.

Anschließend schritten der Geschäftsführer des Therapiezentrums, Stefan Brunhuber, der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, Thomas Düll, Landrat Hubert Hafner, Bürgermeister Konrad Barm, Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein, Bezirksrätin Stephanie Denzler und Thomas Brandner, der technische Leiter der Einrichtung, zur Tat: Sie verschlossen im Beisein weiterer Gäste und Handwerker den Stein. Polier Udo Hospodarsch sorgte dafür, dass der schwere Quader mit einem Kran an seinen zukünftigen Platz gehievt wurde.

Zu Beginn der Feier erinnerte Chefarzt Professor Dr. Andreas Bender an die Anfänge des Therapiezentrums: 1989, also vor fast genau 30 Jahren, begann die Versorgung der Patienten mit 20 Betten. Diese befanden sich auf einer Station des damaligen Krankenhauses, das nun Platz machen musste für den Neubau. Inzwischen ist die große und renommierte Fachklinik für Neurologische Rehabilitation auf 111 Betten angewachsen. Dort werden Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen behandelt.

„Die Nachfrage nach einer neurologischen Rehabilitation ist groß und steigt stetig, so dass die Einrichtung eigentlich doppelt belegt werden könnte“, sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Düll. Das Therapiezentrum gehört seit Anfang 2018 zur Familie der Bezirkskliniken Schwaben. Düll bezeichnete den Neubau an der Ecke Kapuzinerstraße/Dillinger Straße und Dr.-Friedl-Straße als das größte Bauprojekt in der Geschichte des Therapiezentrums. Die Bezirkskliniken seien gewissermaßen quer eingestiegen, weil sie die Einrichtung während der Planungsphase übernommen haben. Der Vorstandsvorsitzende dankte dem Freistaat für die Förderung mit gut 80 Prozent der Gesamtkosten. Ohne dieses Geld wäre das Vorhaben nicht zu stemmen, betonte er. Düll hofft, nach Fertigstellung immer das nötige Personal zu finden.

Auch wenn es angesichts der brummenden Konjunktur insbesondere auf dem Bausektor derzeit schwierig sei, eine Resonanz auf öffentliche Ausschreibungen zu bekommen, so laufe bis jetzt alles planmäßig, informierte Geschäftsführer Brunhuber – auch finanziell. 20 Prozent der Aufträge müssten noch vergeben werden. Die größten Posten sind der Innenausbau und die Medizintechnik. Wie Brunhuber weiter berichtete, soll das Erdgeschoss des Rohbaus bis Jahresende stehen. Der gesamte Neubau soll im Winter 2020/21 fertiggestellt sein.