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Forensik-Patienten stellen Riesen-Adventskranz auf

Kaufbeuren hat schon Ende November seine „Bescherung“ bekommen: Seit Dienstag, 24. November 2020, steht er wieder, der Riesen-Adventskranz, den manche sogar als den größten „echten“ Adventskranz der Welt bezeichnen. Wie in den vergangenen Jahren schmückt er den winterlich verpackten Neptunbrunnen im Herzen Kaufbeurens. Allerdings war es dieses Mal nicht das Technische Hilfswerk (THW), das mit seiner Jugendgruppe das Aufstellen und Schmücken übernahm. Wegen einer Coronaverfügung des THW-Landesverbandes waren den Helfern die Hände gebunden. In diesem Jahr sprangen Patienten der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus (BKH) Kaufbeuren ein. Zwölf junge Männer in Begleitung von drei Mitarbeiterinnen der Ergotherapie und drei Schreiner der Therapieschreinerei der Forensischen Klinik errichteten und gestalteten den Adventskranz unter der erfahrenen Anleitung von Thomas Ebert vom örtlichen Wasserwerk. Ebert ist auch Zugführer beim THW, hat also das nötige Knowhow. Es dauerte vier Stunden, die Holzkonstruktion auf den Brunnen zu setzen, mit Tannenzweigen und Schleifen zu dekorieren. Die 1,5 Meter hohen, echten Kerzen haben schließlich Mitarbeiter des Bauhofs mit einem Kran in das imposante Gesteck gehoben. Für Dipl. Sozialpädagoge (FH) Manfred Würzner, den stellvertretenden Leiter der Ergotherapie, ist die Aktion „ein schönes Zeichen in diesen schwierigen Zeiten und Ausdruck des Zusammenrückens und gemeinsamen Eintretens für ein größeres Ganzes“.