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Demenz

Demenz und Alzheimer
Die häufigste Form der Demenz, die Alzheimer Erkrankung ist eine Erkrankung mit einer Gedächtnisstörung und dem Nachweis einer spezifischen Art des Nervenzelluntergangs. Die sporadische Form der Alzheimer-Erkrankung kann ab ca. dem 40. Lebensjahr diagnostiziert werden und mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Von den über 65-jährigen ist ca. jeder zehnte betroffen und von den über 75-jährigen jeder vierte. Die Alzheimer-Erkrankung und andere Demenzen gehören damit nicht nur zu den häufigsten gerontopsychiatrischen Erkrankungen sondern zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Seltenere Ursachen einer dementiellen Entwicklung sind Durchblutungsstörungen,  Frontotemporale und andere neurodegenerative Demenzen (je ca. 5 – 15 % der dementiellen Synndrome) und symptomatische Ursachen wie Vitaminmangel, endokrine Störungen, Normaldruckhydrozephalus und viele mehr (ca. 10 – 15 % der dementiellen Syndrome).

Was sind die Symptome und wie wird es diagnostiziert?
Das erste Symptom einer Alzheimer-Erkrankung ist in der Regel die Gedächtnisstörung, bei anderen Erkrankungen können zu Beginn auch andere Symptome wie Sprachstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten im Vordergrund stehen. Bei dem Auftreten solcher Symptome beim älteren Menschen sollte eine komplette Abklärung erfolgen, da inzwischen Medikamente zur Verfügung stehen und auch immer weiter entwickelt werden, die die Symptome oder sogar den Krankheitsverlauf beeinflussen. Die diagnostische Abklärung beginnt neben einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung mit einem neuropsychologischen Test. Außerdem gehören eine Blutabnahme, eine Bildgebung des Gehirns mit Computer- oder Kernspintomographie und in aller Regel auch eine Untersuchung des Nervenwassers hinzu. In seltenen Fällen werden auch nuklearmedizinische Untersuchungen, eine Positronenemissionstomographie durchgeführt.

Wie ist der Verlauf?
Trotz medikamentöser und nichtmedikamentöser Behandlung kommt es in aller Regel im Zeitraum von wenigen Jahren zu einem Voranschreiten der Erkrankung. Hierzu gehören dann Symptome wie Orientierungsstörungen, abnehmende Denk- und Urteilsfähigkeit, Depressivität oder Aggressivität, Wahnsymptome oder der Verlust der Anpassung an soziale Situationen.

Wie kann man vorbeugen?
Bei der Entstehung der Alzheimer-Erkrankung spielen Erbfaktoren und Veranlagung, aber möglicherweise auch Lebensstil eine Rolle. Um gesund zu bleiben ist daher sowohl körperliche Fitness als auch geistige Aktivität von besonderer Bedeutung. Das wichtigste aber ist, Gedächtnisstörungen im Alter ernst zu nehmen und eine ausführliche ärztliche Untersuchung durchzuführen, um nicht den Beginn einer dementiellen Entwicklung und die Behandlungsmöglichkeiten zu versäumen.
 
Warnsymptome
Die Warnsymptome sind einfach: Gedächtnisstörung oder Schwierigkeiten, sich an fremden Orten zurechtzufinden. Trifft dies ab einem Alter von ca. 55 Jahren zu, sollte ein Arzt oder die Institutsambulanz einer unserer Kliniken aufgesucht werden. 

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Schilderungen von Angehörigen zu Demenz